Vom 18. bis 20. September 2025 kamen 270 Teilnehmende aus den Bereichen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Sozialunternehmertum an der Universität Hamburg zum „Campus-meets-Community-Festival“ zusammen. Die hohe Resonanz verdeutlichte das große Interesse an innovativen Formaten, die über den Rahmen einer klassischen wissenschaftlichen Tagung hinausgehen. In über 60 Programmpunkten, darunter Panels, Vorträge, Workshops und Themencafés, wurden vielfältige Aspekte zu Campus-Community-Partnerships sowie zu Transfer- und Zukunftsthemen diskutiert.
Zu Beginn der Tagung sprach die Hamburger Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Maryam Blumenthal, ein Grußwort und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit von Hochschulen und Gesellschaft für die Lösung aktueller Herausforderungen. Den Auftakt des Festivals bildete anschließend die Keynote von Sophie Cloutterbuck und Donna Jones von der London Metropolitan University, die Einblicke in ihre Arbeit am „London Met Lab“ und im „Rainbow Room“ gaben. Sie zeigten auf, wie Lösungen für soziale Herausforderungen in ko-kreativen Prozessen und unter direkter Einbeziehung der Gesellschaft entwickelt werden können. Ein anschließender Workshop vertiefte den Austausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die Einführung in die Photovoice-Methode und deren praktische Erprobung ermöglichten eine intensive Reflexion über die eigene Arbeit und Rolle und förderten einen tiefergehenden persönlichen Austausch. Im Anschluss präsentierten zahlreiche Studierende der Universität Hamburg sowie weitere Forschende ihre Arbeiten im Rahmen eines Poster-Pitch.
Der zweite Tagungstag wurde mit einer Keynote von Boris Kozlowski, Experte für Social Entrepreneurship, eröffnet. Er beleuchtete die bedeutende Rolle von Sozialunternehmen für Wirtschaft und Gesellschaft und zeigte auf, welche Potenziale für soziale Innovationen durch eine gezielte Zusammenarbeit von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Sozialunternehmen entstehen. Am Nachmittag folgte die Keynote von Prof. Dr. Andrea Walter, die den Wandel bürgerschaftlichen Engagements und die Entstehung neuer lokaler Kooperationsformen analysierte. Ihre zentrale These lautete, dass die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen nur gelingen kann, wenn die Zusammenarbeit zwischen der Zivilgesellschaft und ihren Partnern auf Augenhöhe stattfindet.
Am Samstag, dem dritten Tag des CMC-Festivals, stand das Matchmaking zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Fokus. Alle Teilnehmenden konnten vorab Steckbriefe ausfüllen und angeben, welche Kompetenzen sie einbringen möchten oder suchen. Zum Abschluss fanden zudem zwei Workshops statt: The Unheard Voices: Perspektiven von Partnern und Zielgruppen in Wirkungsforschung und Service Learning (SL) einbeziehen mit Dr. Anne-Sophie Waag (Wikimedia Deutschland e. V.), Julia Derkau (Universität Mannheim) und Marlene Bunte (Universität Frankfurt) und Skill-based Volunteering: Talente wirksam einsetzen mit Armin Pialek und Dr. Vivian Schachler (Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt).
Ein besonderer Dank für die Organisation und erfolgreiche Durchführung der Tagung gilt dem Team der Universität Hamburg unter der Leitung von Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp und Laura Adam sowie dem Forschungsbüro für Soziale Innovationen (ROSI).
Zudem bedanken wir uns bei allen Förderern des cmc-Festivals: Deutsche Stiftung für Engagment und Ehrenamt / Hans Weisser Stiftung / Hans Sauer Stiftung
