Campus-Community-Partnerships

Wissenstransfer und Campus-Community-Partnerships in der Lehre

Expert:innenworkshop

Wissenstransfer ist aktuell in aller Munde. Aber wie kann das überhaupt funktionieren, nachhaltig strategisch wie operativ umzusetzen? – Vom Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung wollen wir dieser Frage in einen Expert:innenworkshop in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen nachgehen. Im Mittelpunkt steht dabei der Wissenstransfer in Form von Campus-Community-Partnerships (CCPs), was sowohl Transfer zwischen Hochschulen als auch Hochschulen und Gesellschaft umfasst.

Der Expert:innenworkshop findet am 29.02.2024 ab 14 Uhr an der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen) statt. Nach Impulsen von Dr. Ivo van den Berk (Teamleitung Wissenstransfer Stiftung Innovation in der Hochschullehre) und Julia Derkau (Universität Mannheim) werden wir in einem Workshopformat mit Ihnen Gestaltungsmöglichkeiten von CCPs aus der Perspektive verschiedener Stakeholder identifizieren.

CCPs sind ein wichtiger Baustein, wenn Hochschulen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, sei es in einzelnen Lehrveranstaltungen, eingebettet in ein Fachcurriculum oder in einer umfassenden hochschulweiten Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen. Gleichzeitig gibt es bisher nur wenige Kriterien, Definitionen und Umsetzungsempfehlungen, die als verbindlich gelten und Orientierung für die konkreten Ausgestaltung von CCPs geben können. 

Im Rahmen von Hochschulgovernance ist es entscheidend, Kriterien zur Bewertung von Maßnahmen zu identifizieren, um diese wirkungsvoll für die Steuerung einzusetzen zu können. Dabei stellt sich auf operativer Ebene die Frage, ob CCPs lediglich eine alternative Bezeichnung für das weit verbreitete Konzept des Service Learning ist oder ob es sich um einen Sammelbegriff für verschiedene Formen der Partnerschaft zwischen Hochschulen und der Zivilgesellschaft handelt, wie etwa Social Entrepreneurship Education, bürgerschaftliches Engagement von Hochschulangehörigen, Community-Based Research, Co-Creation und neue Formen des Dialogs (vgl. Memorandum HBdV). 

Die Veranstaltung markiert gleichzeitig den Startpunkt für einen partizipativen Schreib- und Diskussionsprozess mit dem Ziel einen Orientierungsrahmen für CCPs zu entwickeln. Ihre Expertise im Kontext von Campus-Community-Partnerships, Service Learning, Community Based Research, Citizen Science und ähnlichen Formaten ist gefordert!

Weitere Veranstaltungen sind in den kommenden Monaten als Onlineformate geplant und Sie werden zeitnah dazu eingeladen.  

Bitte melden Sie sich online zur Teilnahme an

Uhrzeit Inhalt
13:00

Ankommen und Vernetzung bei gemeinsamen Mittagessen

14:00

Grußwort Prof. Dr. Stefan Rumann, Prorektor Studium, Lehre & Bildung (UDE)

14:05

Begrüßung und Zielsetzung des Workshops HBdV Sprecher

14:15

Wissenstransfer in der Hochschullehre – Dr. Ivo van den Berk

14:45

Was Zeichnen CCP aus? – Julia Derkau Universität Mannheim

15:15

Pause

15:45

Überlegungen zu Entwicklung von Handreichungen und für CCP an Hochschulen (Einführung und Moderation, Claudia Bremer, Karsten Altenschmidt)

16:00

Expertenworkshop

  1. Welche CCP kennen Sie? Welche Charakteristika haben diese?
  2. Was sind die Gelingensbedingungen für CCP vor dem Hintergrund Ihrer Erfahrungen?
17:30

Zusammenführung der Ergebnisse und Ausblick auf den weiteren Prozess

18:15

Ende der Veranstaltung

19:00

Jahresempfang des Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung e.V. im Unperfekthaus Essen

Veranstaltungsort:
Universität Duisburg-Essen (Glaspavillion, Gebäude R12) Gladbeckerstr. Ecke Universitätsstraße, 45141 Essen

Literatur

Forschungsbasierter Wissenstransfer und gesellschaftlicher Zusammenhalt

von Holger Backhaus-Maul (Hg.), Sonja Fücker (Hg.), Martina Grimmig (Hg.), Viktoria Kamuf (Hg.), Jessica Nuske (Hg.), Matthias Quent (Hg.)

Der Begriff des Gesellschaftlichen Zusammenhalts ist vieldeutig, sowohl in der öffentlichen Debatte als auch in den Sozialwissenschaften. Daher stellt sich die Frage, wie der wechselseitige Wissenstransfer zwischen Forschung, Zivilgesellschaft und Politik gelingen kann. Der Band diskutiert, mit welchen Methoden gesellschaftlicher Zusammenhalt heutzutage erforscht wird und unter welchen Bedingungen forschungsbasierter Wissenstransfer zur Beantwortung gesellschaftlicher Fragen und Probleme eingesetzt werden kann. Verlagswebsite

Campus-Community-Partnerships: Zukunftspartnerschaften zwischen Hochschule und Gesellschaft

Die Ausgabe 18/2 der ZFHE (Zeitschrift für Hochschulentwicklung) trägt den Titel „Campus-Community-Partnerships: Zukunftspartnerschaften zwischen Hochschule und Gesellschaft“ und wurde von Peter Slepcevic-Zach, Claudia Fahrenwald & Katharina Resch herausgegeben. Sie ist nun veröffentlicht und frei verfügbar. In dieser Ausgabe wird die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Community-Partner:innen im deutschsprachigen Raum umfassend untersucht, wodurch eine bislang wenig erforschte Thematik beleuchtet wird. Das Heft stellt dar, wie diese Partnerschaften dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Herausforderungen zu verknüpfen, um einen Beitrag zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Probleme zu leisten. Download ZFHE 18/2